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Kondensationsvernetztes Silikon (C-Silikon)

Die Abbindereaktion ist eine Polykondensation, die nach vorgeschriebener Verweildauer im Mund noch nicht abgeschlossen ist. Deshalb sollte die Abformung frühestens drei Stunden nach Entnahme aus dem Mund des Patienten ausgegossen werden. Soviel Zeit benötigt das Material um sich zurückzustellen und fertig auszupolymerisieren. 

Aus diesem Grund ist es auch sinnvoll, wenn auf dem Auftragszettel der Praxis, der Abformzeitpunkt (Datum und Uhrzeit), angegeben wird. Während und nach der Polymerisationszeit scheiden C-Silikone als Reaktionsprodukt geringe Mengen Alkohol und Wasser aus. Sie kontrahieren daher über einen langen Zeitraum hinweg. Diese Kontraktion beträgt während der ersten sechs Stunden ca.0,2 - 0,4%. Sie sollten deshalb innerhalb dieses Zeitraums ausgegossen werden. Bereits nach 24 Stunden können Kontraktionswerte bis zu 1,2% erreicht werden. Der Einsatzbereich erstreckt sich über alle zahntechnischen Bereiche. 

C-Silikone sind sowohl für subgingivale wie supragingivale Präparationsformen geeignet. Als Abformtechnik kann je nach Viskosität und Angabe des Herstellers die Korrektur-, Ergänzungs-, Einphasen- und Sandwichabformung angewendet werden. Die Korrekturabformung muß innerhalb einer Stunde nach der Vorabformung erfolgen. Eine Zeitverzögerung darüber hinaus, ergibt genauso wie die Kombination von C- mit A-Silikonen, keinen ausreichenden Verbund der Materialien miteinander und führt zu Misserfolg. Als Abformlöffel sollten Rimlocklöffel bevorzugt werden. Konfektionierte Kunststofflöffel sind aufgrund ihrer geringen Stabilität ungeeignet. Glatte Metalllöffel müssen mit einem speziellen Haftvermittler versehen werden. Dieser spezielle Haftvermittler ist nur für C-Silikone zu verwenden und möglichst dünn aufzutragen. Die vom Hersteller angegebene Trockenzeit ist einzuhalten, da sonst kein Haftverbund gewährleistet ist. Auch der Einsatz von individuellen Löffeln (Autopolymerisat) ist möglich. Achtung: Bei Verwendung von perforierten Abformlöffeln darf sich bei der Entnahme aus dem Mund das Abformmaterial nicht aus der Perforation ziehen, da ein Reponieren nicht mehr möglich ist. Eine Mindestschichtstärke des Abformmaterials von 3mm darf bei allen Abformtechniken auf keinen Fall unterschritten werden.

Informationen zum Umgang mit Abformungen aus C- Silikon: Unmittelbar nach der Entnahme aus dem Mund des Patienten muss die Abformung unter fließendem Wasser gespült werden. Die Desinfektion der Abformung muß immer bereits in der Praxis erfolgen. Eventuelle dorsale Überhänge sollten ebenfalls bereits in der Praxis weggeschnitten werden, da sie das Lösen des Abformmaterials aus dem Löffel beim Verpacken begünstigen und so zu Fehlern führen. Anschließend die Abformung trocken und druckfrei verpacken.

Informationen zum Ausgießen: Zur korrekten Vorbehandlung sollten Sie wissen um welches Abformmaterial es sich handelt. C-Silikone sind wasserabstoßend (hydrophob). Sie sollten zum problemloseren Ausgießen mit einem Silikonentspanner vorbehandelt werden. Bei Entspannungsmitteln auf alkoholischer Basis tragen Sie einen nur dünnen Nebel auf. Warten Sie bis die Oberfläche trocken ist. Bei Entspannungsmittel auf Tensidbasis (Seifenbasis) wie das Netzmittel von picodent®, das für alle Abformungen geeignet ist, muß ein dünner Gleitfilm auf der Abformung bestehen bleiben. Andernfalls kann es zu Abbindestörungen beim Gips in Form von grieseligen Stellen auf der Modelloberfläche und meist weichen Zahnspitzen kommen.

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