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Auslandspraktikum bei Alliance Real Estate auf Malta

Erfahrungsbericht von Miguel Klees

Im Rahmen meiner Ausbildung durfte ich ein mehrwöchiges Auslandspraktikum auf Malta absolvieren. Möglich gemacht wurde dieser Aufenthalt durch das Erasmus+ Programm. Vermittelt wurde ich von EasyJobBridge (Organisation und Ansprechpartner vor Ort in Malta) an Alliance Real Estate, ein Unternehmen aus dem Bereich Immobilien- und Property-Management. Alliance Real Estate verfügt über 30 Standorte allein auf Malta und Gozo. Mein Standort befand sich in Fgura.

Der Arbeitsalltag bei Alliance Real Estate

Während meiner regulären Arbeitszeit von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr war es meine Hauptaufgabe im telefonischen Kontakt und/oder per WhatsApp mit Grundstückseigentümern die aktuelle Verfügbarkeit ihrer Immobilien zu klären – sowohl schriftliche als auch telefonische Kundenbetreuung ist eine Tätigkeit, die mir aus meiner Arbeit in Deutschland bereits vertraut war und mir dadurch einen leichteren Einstieg ermöglichte. Zusätzlich sollte ich jeden Morgen zu Arbeitsbeginn die Social-Media-Beiträge der Agents von Alliance Fgura in 100 verschiedene Immobilien-Facebook-Gruppen posten.

Außerdem war es meine Aufgabe, sämtliche Fotos der Immobilien zu bearbeiten und für Social Media aufzubereiten. Ich musste unter anderem unnötige Wasserzeichen und Möbelstücke, die im Bild störten, mit einem KI-Tool entfernen.

Eingearbeitet wurde ich von einer weiteren Praktikantin aus Ungarn, die mir die wichtigsten Abläufe sowie das ERP-System zeigte und mir half, mich schnell zurechtzufinden.

Fachlich konnte ich dabei wertvolle Einblicke in den maltesischen Immobilienmarkt gewinnen und verstehen, wie sich Vertriebsprozesse und Kundenkommunikation im internationalen Kontext unterscheiden – gerade im Vergleich zu den Abläufen, die ich aus meinem Ausbildungsbetrieb kenne.

Kulturelle Eindrücke und Arbeitsmentalität

Was mir besonders in Malta aufgefallen ist: Die Menschen sind sehr offen und kontaktfreudig. Um wirklich etwas von diesem Umfeld mitzunehmen, muss man allerdings auch selbst aus sich herauskommen und aktiv auf andere zugehen – Zurückhaltung bringt einen dort weniger weit als in einigen anderen Ländern.

Auch die Arbeitsatmosphäre habe ich als spürbar entspannter wahrgenommen als in Deutschland. Der Umgang miteinander ist informeller und der Tagesablauf weniger streng getaktet. Das war für mich ein interessanter Kontrast zur strukturierteren Arbeitsweise, die ich aus Deutschland gewohnt bin, und hat mir gezeigt, dass es unterschiedliche, aber gleichermaßen funktionierende Herangehensweisen gibt.

Leben und Freizeit auf Malta

Neben der Arbeit blieb auch Zeit, die Insel zu entdecken. In Valletta habe ich unter anderem eine Bootsshow mit Live-Jazz-Musik besucht, an einem anderen Wochenende ging es mit der Fähre auf die Nachbarinsel Gozo in die Stadt Victoria. Auch Strandbesuche gehörten zum festen Bestandteil meiner Freizeit.

Ein weiterer, meiner Meinung nach sehr positiver Aspekt: Konzerte und kulturelle Veranstaltungen sind auf Malta oft sehr günstig oder sogar kostenlos zugänglich, da sie staatlich gefördert werden – ein deutlicher Unterschied zu Deutschland, der es leicht macht, das kulturelle Leben der Insel kennenzulernen, ohne dabei ein großes Budget einplanen zu müssen.

Der Alltag in Malta brachte aber auch Herausforderungen mit sich, wie z. B. einen längeren, insel­weiten Stromausfall, der eine vorübergehende Unterbringung in einem Hotel nötig machte.  Solche Situationen souverän zu meistern, war Teil der Erfahrung und hat mein Organisationstalent gefordert.

Fazit

Das Praktikum bei Alliance Real Estate hat mir nicht nur fachliche Einblicke in den internationalen Immobilienmarkt verschafft, sondern vor allem auch persönliche Erfahrungen im Umgang mit einer anderen Kultur, einer anderen Arbeitsweise, einer anderen Sprache und einem Leben fernab der gewohnten Umgebung ermöglicht. Ich habe gelernt, offener auf Menschen zuzugehen und aus meiner Komfortzone herauszukommen, mich an neue Arbeitsstrukturen anzupassen und auch mit unerwarteten Situationen flexibel umzugehen.

Für mich war dieser Auslandsaufenthalt eine wertvolle Ergänzung zu meiner Ausbildung bei picodent – ich kann jedem Azubi, der die Möglichkeit dazu hat, ein Praktikum im Ausland über das Erasmus+-Programm nur empfehlen.